Die Schweiz ist zur Zeit das einzige Land das im Hundesport eine Disziplin<< Sanitätshund>> kennt !

Ursprung des Sanitätshundes

Der Sanitätshund ist die älteste Art systematisch ausgebildeter und eingesetzter Rettungshunde.
Im Ersten Weltkrieg war er idealer Gehilfe des Sanitätssoldaten, weshalb er diesen Namen erhielt.
Tausende von Verwundeten verdankten damals dem Sanitätshund, der neben dem Meldehund
der Kriegshund schlechthin war, ihre rechtzeitige Rettung. Am Abend, nachdem der Schlachtlärm
verstummt war, durchzogen die Sanitätstruppen mit ihren Suchhunden die Kampffelder und suchten
nach zurückgebliebenen Verwundeten. Die Hunde hatten einen Gefundenen anfänglich dadurch zu
<<melden>>, indem sie bei diesem einen Gegenstand (beispielsweise die Mütze) aufnahmen und
dem Sanitätshundführer apportierten. Da dieses Anzeigeverfahren oftmals zu Problemen führte, 
begann man, dem Hund ein so genanntes Bringsel, ein etwa zehn Zentimeter langes Lederstück, ans
Hundhalsband zu hängen. Stiess er nun auf einen Verwundeten, nahm er das Bringsel in den Fang,
eilte damit zum Hundeführer und führte diesen anschliessend zu verwundeten Kameraden.
Die Anzeige mittels Verbellen kam aus taktischen Gründen (Lärm) im Krieg nicht in Frage.
 

Heute hat der Sanitätshund in der Armee ausgedient. Geblieben ist der Sanitätshund im Sportbereich.

 


Diverse Bilder von Kriegs-Sanitätshunden


Postkarten


San-Hund bei der Ausbildung


  Soldatenmarken der San.-Hdfhr.-Kp.

1940 Die San.-Hdfhr.-Kp. hat gemäss Befehlen Nr. 125 und 143 der Generaladjutantur eine Soldatenmarke herausgegeben. Der Entwurf stammt vom bekannten Pferdemaler Iwan E. Hugentobler in Zürich.
Die Auflage beträgt: 2000 4er.BLocks, d. h. 8000 Marken.
 

 

Links zu Interessanten Webseiten

Militärhundeführer Schweiz  Geschichte Kriegs und Militärhunde
Hundekosmos Geschichte des Kriegs- und Kampfhund
   
   

 

Die Revierarbeit Heute

Die Revierarbeit des Teams (Führer und Hund) besteht darin, dass der Hund selbständig je eine
Distanz von 60 Metern nach rechts und 60 Metern links zu laufen hat und so eine bestimmte Geländefläche,
in der Klasse Sanitätshund I I I  zum Beispiel 120 * 400 Meter, systematisch durchstreifet.
Der Hundeführer begeht dieses rechteckige Revier auf der ungefähren Mittellinie und sendet den 
Hund abwechslungsweise nach recht und links. Der Hund ist durch sorgfältige Ausbildung daran zu
gewöhnen, auch hügeliges Gelände mit Dickichten, Dornen und Bachläufen systematisch zu durchgehen.
Je nach Windverhältnissen muss der Hund im Abstand von minimal 20 maximal 40 Metern einmal seitlich
hinausgeschickt werden. Gelangt er zu einer Versuchsperson (Figurant), wird er sie hundegemäss kontaktiern,
dann den Bringsel in den Fang nehmen und zum Hundführer zurückeilen. Dieser nimmt ihm das Bringsel ab
und lässt sich zu Figuranten führen.

Die Aufgabe des Hundes ist es im Revier 3 Personen und 1 Gegenstand (Tasche od. Rucksack) zu finden.

Der Sanitätshund  I  hat ein Gebiet von einer Fläche von 24'000 m2 ab zu suchen.  120*200m
Der Sanitätshund II  hat ein Gebiet von einer Fläche von 36'000 m2 ab zu suchen.  120*300m
Der Sanitätshund III  hat ein Gebiet von einer Fläche von 48'000 m2 ab zu suchen. 120*400m

 

Sanitätshundeprüfungen

Sanitätshundeprüfungen (SanH) bestehen aus Nasenarbeit (Ausführung A und Erfolg B) und Unterordnung C. Der Hund muss in unübersichtlichem Gelände mittels des Bringselverfahrens in systematischer Quersuche dem Hundeführer drei liegende oder sitzende Personen und einen Gegenstand anzeigen. Um die Prüfung zu bestehen (Berechtigung zum Erhalt des AKZ=Ausbildungskennzeichen) müssen in den Sparten A + C mindestens 70%, in der Sparte B 80% der Punkte erreicht werden. Das Maximum der Punkte ist 300. Ab 286 erhält man ein 'vorzüglich', ab 270 ein 'sehr gut', ab 240 ein 'gut', ab 210 ein 'befriedigend', ab 110 ein 'mangelhaft' und darunter 'ungenügend'. Nach Erhalt des 1. AKZs kann in die nächst höhere Klasse gewechselt werden.

 

 

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